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Schulterprothese – das künstliche Schultergelenk

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, welches aus einer kleinen Gelenkpfanne und einem im Vergleich hierzu großen Gelenkkopf besteht. Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper, was jedoch nur durch das optimale Zusammenspiel aus Muskeln, Kapsel und Bändern beschwerdefrei funktioniert.
 
Der komplexe Aufbau des Gelenks macht es anfällig für diverse Verletzungen beziehungsweise verschleißbedingte Schäden. Die Gelenkfläche kann durch diverse Erkrankungen oder Verletzungen beschädigt werden. Die Schultergelenksarthrose (Omarthrose) ist hierfür die häufigste Ursache. Durch die Knorpelabnutzung kommt es zu Schmerzen und einer zunehmenden Bewegungseinschränkung, so dass bei fortgeschrittener Arthrose einfache Dinge wie das Kämmen oder Waschen der Haare nicht mehr möglich sind.
 
Auch entzündliche Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis, Durchblutungsstörungen des Oberarmkopfes (Nekrose), Folgen eines Unfalls bzw. eines Knochenbruchs, ein großer Sehnenriss der Rotatorenmanschette oder eine chronische Instabilität können eine Abnutzung des Gelenkknorpels verursachen.
 
Ein Gelenkersatz ist dann notwendig, wenn der Schaden ausgeprägt und irreparabel ist und wenn die individuelle Lebensqualität durch die Schmerzen und Funktionseinschränkung maßgeblich eingeschränkt ist. Je nach Ausmaß der Gelenkveränderung kommen verschiedene Schulterprothesenmodelle zum Einsatz. Hierbei wird zwischen sogenannten anatomischen Prothesen mit Schaft oder Schaft sowie einer inversen Schultergelenksprothese, welche bei ausgedehnter Schädigung der Rotatorenmanschette zum Einsatz kommt, unterschieden. Je nach Alter und Knochenqualität kann die Schulterprothese mit oder ohne „Knochenzement“ befestigt werden.
 
Unsere Klinik ist neben der Erstimplantation von Schulterprothesen auch auf die operative Versorgung von Revisionsfällen spezialisiert. Komplikationen sind selten. Auch gravierende Komplikationen, wie eine Infektion oder eine Nervenverletzung treten nur in etwa 1% der Fälle auf. Als weitere Risiken der Operation müssen eine Auskugelung des neuen Gelenks oder ein Knochenbruch im Rahmen der Implantation, wenn auch selten, genannt werden.
 
Die Erfolgsaussichten einer Schulterprothesenoperation sind auch abhängig vom Gelenkzustand vor der Operation. Eine chronische Funktionseinschränkung führt zu einer Verkürzung des Weichteilmantels um das Gelenk und zu einer Rückbildung der Muskulatur. Daher ist nach diesen Eingriffen nicht nur eine vorübergehende Anpassung eines Schlingenverbandes, aber auch eine intensive Krankengymnastik notwendig. Wir empfehlen unseren Patienten zudem eine stationäre Rehabilitationsbehandlung nach Abschluss des primären Heilungsverlaufs, in der Regel etwa sechs Wochen nach der Operation.

Schulter-/Sportorthopädie Sprechstunde
Montag, Freitag 08:00-15:30 Uhr
 

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Frau Wapenhensch

Bärbel Wapenhensch-Morgenroth
Sekretariat
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b.wapenhensch-morgenroth@friedrichsheim.de