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Schulterluxation und Schulterinstabilität

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, welches aus einer kleinen Gelenkpfanne und einem im Vergleich hierzu großen Gelenkkopf besteht. Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper, was jedoch nur durch das optimale Zusammenspiel aus Muskeln, Kapsel und Bändern beschwerdefrei funktioniert.
 
Der komplexe Aufbau des Gelenks, macht es anfällig für diverse Verletzungen beziehungsweise verschleißbedingte Schäden. Unfälle oder angeborene Veränderungen der Gelenkpfannenform bzw. des Weichteilmantels können zur Instabilität oder Auskugelungen führen. Die meisten Auskugelungen treten als Folge eines Unfalls auf und führen in der Regel zu einer Verletzung der Gelenklippe (Labrum), einer Überdehnung der Gelenkkapsel und in einzelnen Fällen auch zum einem Bruch der Gelenkpfanne.
 
Nach einer einmaligen Auskugelung der Schulter kann sich die Schulter ggf. auch ohne operative Maßnahmen wieder stabilisieren. Wiederholte Auskugelungen sind Ausdruck einer fortbestehenden Schulterinstabilität und sollten unbedingt diagnostisch mittels MRT-Untersuchung, ggf. auch CT-Untersuchung zur Knochenbeurteilung, abgeklärt werden. Eine bessere Beurteilung des Gelenks wird hier durch die zusätzliche Gabe von Kontrastmittel in das Gelenk ermöglicht.
 
Verbleibende Instabilitäten führen zu Gelenkschäden und können einen frühzeitigen Gelenkverschleiß bedingen. Bei der akuten Instabilität erfolgt nach Ausschluss eines Knochenbruchs im Röntgen eine unmittelbare Reposition des ausgekugelten Gelenks.
 
Bei chronischen Instabilitäten ist eine operative Versorgung zur Stabilisierung der Schulter notwendig. Hierbei wird die abgerissene Gelenklippe (Labrum) wieder an der Gelenkpfanne mit speziellen Knochenankern befestigt und die Gelenkkapsel gerafft. In Einzelfällen ist eine Vergrößerung der Gelenkpfannenfläche mit einem Knochenblock notwendig. Hier erfolgt die Entnahme eines entsprechenden Knochenblocks vom Beckenkamm. Alternativ kann das sogenannte Coracoid – ein Knochenfortsatz am Schulterblatt – verwendet werden.
 
Alle genannten Verfahren sind arthroskopisch, d. h. minimal-invasiv, möglich und werden in unserer Klinik nach dem neuesten Stand der Wissenschaft durchgeführt.
 
Die Nachbehandlung einer solchen Schultergelenksstabilisierung hat fast den gleichen Stellenwert wie die eigentliche Operation. Alle Patienten erhalten von uns nach dem Eingriff ein detailliertes Nachbehandlungsschema, an dem sich der weiterbehandelnde Arzt und Physiotherapeut orientieren kann. Unbedingt vermieden werden sollte eine Außendrehung des Armes über 0° für die ersten sechs Wochen nach der Operation. Kontaktsportarten sollten erst sechs Monate nach der Operation wieder ausgeübt werden.

Schulter-/Sportorthopädie Sprechstunde
Montag, Freitag 08:00-15:30 Uhr
 

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