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Auskugelung/Instabilität der Kniescheibe

Patellaluxation

Eine Patellaluxation ist eine Verletzung, bei der die Kniescheibe aus ihrer normalen Position herausrutscht. Dies kann im Rahmen von Verdrehtraumata beim Sport auftreten. Häufig assoziierte Sportarten sind Fußball, Gymnastik oder Eishockey. Die Phase nach der Verletzung kann mit Schmerzen, Schwellung und einer Beeinträchtigung der Beweglichkeit verbunden sein.

Die operative Intervention erfolgt bei wiederholten Luxationen oder herausgebrochenen Knorpelfragmenten.

Im Rahmen der arthroskopisch assistierten Operation erfolgt die Rekonstruktion des Lig. patellofemorale mediale (MPFL). Dieser Bandapparat führt von der Kniescheibe zur Innenseite des Oberschenkels und wird bei einer Luxation verletzt.  

Ähnlich wie bei der Kreuzbandplastik, gibt es die Möglichkeit, diesen Bandapparat mittels körpereigenen Sehnen zur ersetzen. An der orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim wird hierzu der vordere Anteil der Sehne des langen Wadenbeinmuskels (anteriore Hälfte der Peroneus longus Sehne) verwendet. Dazu erfolgt ein ca. 2 cm kleiner Schnitt im Bereich des Außenknöchels  Die Verwendung dieser Sehne zeigte in unserer Erfahrung weniger postoperative Probleme im Bereich der Entnahmestelle, bei gleicher Stabilität im Vergleich zu den übrigen Sehnen. Alternativ wird auch die Gracilissehne unterhalb des Kniegelenks verwendet.

Nicht alle Patienten mit einer instabilen Kniescheibe können nur mit einer MPFL-Plastik versorgt werden. In Einzelfällen muss abhängig von der Ursache der Kniescheibeninstabilität auch ein knöcherner Eingriff erfolgen, in dem z. B. eine X-Fehlstellung des Beines korrigiert wird oder der Ansatz der Kniescheibensehne (Patellasehne) versetzt werden muss.

In der Regel ist für 4-6 Wochen eine bewegungslimitierende Orthese zu tragen. Eine Entlastung an Unterarm-Gehstützen ist für 4 Wochen notwendig.

Schulter-/Sportorthopädie Sprechstunde
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