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Hüfte

Impingement der Hüfte (Femoroacetabuläres Impingement):

Beim Impingementsyndrom der Hüfte kommt es zu einem Einklemmungsschmerz durch eine veränderte Anatomie von Gelenkpfanne (Pincer-Impingement) oder dem Übergang vom Hüftkopf zum Oberschenkelhals (Cam-Impingement). Durch die typischerweise beim Beugen und Innendrehen der Hüfte bedingten Einklemmungen kann es zu Verletzungen der sogenannten Gelenklippe (Labrum) und des Gelenkknorpels kommen. Besonders häufig sind hier Risse im Bereich des Labrums mit angrenzendem Knorpelschaden im Bereich des Pfannenrandes. Hierdurch kommt es zu einer Entzündung des Gelenks, wodurch Schmerzen entstehen. Unbehandelt kann hieraus eine Arthrose des Hüftgelenks entstehen. Das Impingement der Hüfte gilt daher als Risikofaktor für die Entstehung einer Hüftgelenksarthrose, welche im Laufe der Zeit die Implantation einer Hüftgelenksprothese notwendig machen kann.

Einzelfälle des Hüftgelenksimpingements können auch konservativ, zum Beispiel mit Krankengymnastik, behandelt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass es noch zu keinen größeren Gelenkschäden und geringen Beschwerden gekommen ist. Heutzutage können unsere Spezialisten die meisten Impingementeingriffe arthroskopisch (minimal-invasiv) durchführen. In der Regel wird bei vorhandenen Labrumrissen versucht, das Labrum arthroskopisch wieder zu nähen bzw. am Pfannenrand wieder zu befestigen. Auch Labrumdefekte können mittels Labrumersatzplastik wiederhergestellt werden. Knöcherne Anbauten werden arthroskopisch mit einer speziellen Knochenfräse abgetragen, um die eigentliche Impingementursache zu beheben. In Einzelfällen sind vor allem zur Behandlung von Knorpel-Knochendefekten des Hüftkopfes (osteochondrale Läsion) auch offene Eingriffe zur Wiederherstellung des Gelenks (sogenannte chirurgische Hüftgelenksluxation) notwendig.

Hinsichtlich der Nachbehandlung ist zu beachten, dass wir bei diesen Eingriffen auf Grund des Abtragens von Knochenanbauten in der Regel zu einer sechswöchigen Entlastung des betroffenen Beines an Unterarmgehstützen raten. Gleichzeitig sollte unmittelbar nach der Operation mit Krankengymnastik, vor allem zum Stretching der Außenrotatoren, begonnen werden. Patienten müssen nach einem solchen Eingriff damit rechnen, dass Beschwerden erst nach sechs bis neun Monaten nach dem Eingriff vollständig verschwunden sind.

In etwa 15-20% der Fälle ist das Hüftgelenk auf Grund des vorbestehenden Impingements bereits so beschädigt, dass trotz erfolgreicher Operation keine vollständige Beschwerdefreiheit erreicht werden kann. Die Erfolgschancen einer solchen Hüftgelenksoperation sind vor allem vom Patientenalters und dem Ausmaß des Gelenkschadens abhängig. Zwar kann durch die oben genannten Eingriffe das Impingement behoben werden, allerdings ist es heutzutage noch nicht möglich, große Knorpelschäden vollständig wiederherzustellen und so stellen vor allem diese Knorpelschäden den limitierenden Faktor dieser Operation dar.

Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden beziehungsweise einer Hüftgelenksarthrose ist eine Arthroskopie der Hüfte nicht mehr indiziert. Hier kann in Abhängigkeit des Leidensdrucks und Ausmaß der Gelenkschädigung eine operative Versorgung mit einer Hüftgelenksprothese notwendig sein (Verweis EPZ).

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