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Achsdeformitäten & Verkürzungen

Im Laufe des Wachstums unterliegt die Entwicklung der Beinachsen charakteristischen Veränderungen. So durchläuft jedes Kind einen Wechsel der Beinform über ein O-Bein (im Säuglingsalter) zu einem X-Bein mit einem Maximum um das 3.- 4. Lebensjahr, bis hin zu einer geraden Beinachse zwischen dem 8.-10. Lebensjahr.

Auch in der Transversalebene zeigen sich wachstumsbedingt typische Veränderungen im Sinne einer Drehung des Oberschenkelknochens (Antetorsion), welche sich im Laufe des Wachstums reduziert.

Bei einer vermehrten Antetorsion besteht klinisch eine vermehrte Innendrehfähigkeit im Hüftgelenk, welche sich im Kleinkindesalter (zwischen dem 2.-4. Lebensjahr) oder zu einem späteren Zeitpunkt oftmals als innenrotiertes Gangbild äußert und somit zu einer Vorstellung beim Kinderarzt oder Orthopäden führt.

Die Aufgabe des (Kinder-) Orthopäden ist es nun, die „normalen“ von den „krankhaften“ Fehlstellungen zu unterscheiden und bei Bedarf eine Therapie  einzuleiten. So lassen sich pathologische Achsfehler, z. B. im Sinne eines O- oder X- Beines während des Wachstums gut durch eine wachstumslenkende Maßnahme korrigieren, auch Beinlängendifferenzen können unter Berücksichtigung der Endgröße hiermit therapiert werden.

Es gibt prinzipiell zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die der permanenten und die der temporären Epiphyseodese.  Die permanente Epiphyseodese bietet den Vorteil, dass in der Regel nur ein operativer Eingriff notwendig ist.  Die Schwierigkeit besteht jedoch in der Bestimmung des exakten Zeitpunktes der Operation in Hinblick auf die zu erwartende Beinlängendifferenz bis zum Abschluss des Wachstums.

Die temporäre Epiphyseodese stellt eine elegante Methode der Wachstumslenkung dar, welche jedoch mit einem zweiten Eingriff, der Materialentfernung, nach Erreichen des Korrekturzieles einhergeht. Diese hat sich in den vergangen Jahren mehr oder weniger im deutschsprachigen Raum aufgrund ihrer Vorteile durchgesetzt.

Bei komplexen Fehlstellungen kommen aufwendige Korrekturoperationen mit einer inneren (Platte, Drähte) oder äußerer Stabilisierung (Fixateur externe) in Frage. Diese müssen individuell festgelegt und geplant werden. Deformitäten, welche schon bei Geburt vorliegen, können eine Behandlung oder Kontrollbedürftigkeit während des gesamten Wachstumsalters erforderlich machen.

Das Team der Kinderorthopädie

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