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Laufende Forschungsprojekte

Interaktion von Wachstumsfaktoren und Knorpelmatrix (EU gefördertes Marie Sklodowska-Curie Netzwerk CarBon)

Ziel dieses von der EU geförderten Forschungsprojekts ist es, die Interaktionen von Wachstumsfaktoren mit Proteinen der extrazellulären Matrix des Knorpels zu untersuchen. Dazu werden Arthrose relevante Proteine der extrazellulären Matrix identifiziert und deren Bindungskapazität mit Wachstumsfaktoren analysiert. Nachfolgend werden Effekte dieser Komplexe auf die Funktion von Knorpelzellen charakterisiert. Proteinkomplexe, die zur Knorpelreparatur beitragen könnten, werden anschließend auf Scaffolds gekoppelt und deren Effekte in vivo untersucht.

Diese Studie wird zum besseren Verständnis der molekularen Mechanismen der Knorpeldegeneration beitragen und kann möglicherweise helfen eine verbesserte Behandlungsstrategie für Arthrose zu entwickeln.

Weitere Informationen:
https://www.carbonresearch.eu/about-carbon

Effekte des Sympathikus auf die Physiologie und Pathophysiologie des artikulären Knorpels (DFG geförderte Forschergruppe FOR2407 ExCarBon, Teilprojekt 8)

  1. Effekte des sympathischen Nervensystems auf die progenitorbasierte Regenerationskapazität des Knorpels und auf die Pathogenese von Osteoarthrose

    Die Existenz von Chondroprogenitorzellen im gesunden und osteoarthrotischen Gelenkknorpel und ihre mögliche regenerative Rolle wurden kürzlich beschrieben.

    Sympathische Neurotransmitter, insbesondere Noradrenalin (NA), vermitteln zahlreiche Effekte auf die Komponenten des adulten Skelettsystems. Über die Effekte von NA, das in hohen Konzentrationen in der Synovialflüssigkeit von Trauma- und Arthrosepatienten gemessen wurde, auf die Regenerationskapazität des Gelenkknorpels ist bisher wenig bekannt.

    In diesem Projekt werden NA-abhängige Effekte und Signalwege charakterisiert
    • die die Migration, Proliferation und chondrogene Differenzierung der Progenitorzellen beeinflussen.
    • die in der Manifestation von OA im Tiermodell (Destabilisierung des medialen Meniskus in der Maus) eine entscheidende Rolle spielen.
    Weitere Informationen:
    https://www.excarbon.com/projects/zsuzsa-jenei-lanzl-sp8
    http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/289292483
     
  2. Dedifferenzierung artikulärer Chondrozyten unter dem Einfluss von sympathischen Neurotransmittern und inflammatorischen Zytokinen

    Im Verlauf der Osteoarthrose kommt es zur Dedifferenzierung von Chondrozyten und somit zur gestörten Synthese der spezifischen Moleküle der extrazellulären Matrix. Dieses Phänomen wird insbesondere durch IL-1ß induziert. In diesem Projekt untersuchen wir, ob und wie sympathische Neurotransmitter zum Dedifferenzierungsprozess der Knorpelzellen beitragen.

Untersuchung von genetisch bedingten Erkrankungen des skeletalen Systems (gefördert durch das EU Konsortium SYBIL)

Im Rahmen dieses Konsortiums werden sowohl genetisch komplexe (wie z. B. Osteoarthrose und Osteoporose) als auch monogenetisch bedingte Erkrankungen untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Aufklärung zellulärer und molekularer Pathomechanismen. Durch einen systembiologischen Ansatz sollen neue therapeutische Ansätze entwickelt werden.

Weitere Informationen:
http://www.sybil-fp7.eu

Einfluss von wassergefiltertem Infrarot (wIRA) auf Knorpeldegeneration

Wassergefiltertes Infrarot (wIRA) bezeichnet den Spektralbereich zwischen 780 und 1400 nm und ist eine spezielle Form der Wärmestrahlung. wIRA wird aufgrund von guter Verträglichkeit in der Medizin zur Behandlung von Wundheilungsstörungen verwendet. Da wIRA sowohl zur Schmerzmilderung als auch zur Reduktion von Entzündung führt, soll im Rahmen dieses Projektes der Einfluss auf degenerative Prozesse im Knorpelgewebe untersucht werden.

Weitere Informationen:
https://www.uni-frankfurt.de/55249737/Hoffmann