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Hygienemanagement

Es ist bekannt, dass jeder Mensch mit bestimmten, lebensnotwendigen Bakterien besiedelt ist, die auch in unserer Umwelt vorkommen. Somit bringt jeder Patient mit seinem Aufenthalt die eigene bakterielle Besiedlung mit ins Krankenhaus. Ein modernes Behandlungsmanagement berücksichtigt dies. Ziel ist:

  • eine Infektion im Rahmen der stationären/ambulanten Therapie zu vermeiden
  • eine sichere und fachlich fundierte Therapie durchzuführen
  • den Klinikaufenthalt so kurz als möglich zu gestalten

Jede ungewollte Übertragung von Bakterien, die im Krankenhaus zustande kommt und geeignet ist, eine Infektionskrankheit auszulösen, bezeichnen wir als nosokomial. In einigen Fällen geht dies mit der Verlängerung der Verweildauer des Patienten einher. Weltweit beobachten wir, dass Antibiotika unwirksam werden und Bakterien sich zunehmend vor der Wirkweise von Antibiotika schützen. Es bilden sich resistente Bakterienarten (MRE) Multiresistente Erreger.

Damit wir notwendige Therapien schnell und effizient gestalten können sind unsere Wege zur Labordiagnostik kurz. Mit einem zweistufigen Screening bestehen zusätzliche Möglichkeiten, Patienten gezielt zu behandeln. Die wichtigste Maßnahme dabei ist, mögliche Übertagungswege von Bakterien (Infektionsketten) frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dies gelingt in enger Abstimmung mit dem Institut für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Klinikums der Johann-Wolfgang-Goethe Universität. Für den Patienten kann eine Vorkehrung gegen die Übertragung von Krankheitserregern auf andere Patienten die Behandlung unter bestimmten Schutzvorkehrungen, z. B. einer Isolation, sein. Durch jährlich stattfindende Begehungen vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main stellen wir diese Sicherheit immer wieder neu unter Beweis.

Mehr Zufriedenheit:

Wir nehmen kontinuierlich an externen Vergleichen mit eigenständig arbeitenden Instituten teil. Beispiele sind: GQH (MRSA-Vergleich Hessen) und RKI (Programm zur Verbesserung der Infektionsprävention). Weitere Vorgaben werden durch das klinikinterne Qualitätsmanagement sichergestellt.

Unsere Sterilgutversorgung weist eine „Qualität der Null-Fehler-Methode“ auf. Diese ist einer der wichtigsten Bausteine zur Patientensicherheit während des operativen Eingriffs. Unsere Richtlinien entsprechen den hohen Anforderungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und werden in ihrer Einhaltung laufend überwacht. Dabei setzen wir auch bei der Raumluft, die den OP-Sälen zugeführt wird, auf sichere Standards sowie neueste Technik.

Die Poliklinik als zentrale Drehschreibe vor der stationären Aufnahme und in der nachstationären Therapie, ist ein zunehmend wichtiger Bereich. Mit der Summe aller Maßnahmen sind wir in der Lage, zu jeder Zeit je nach Erfordernis schnell zu behandeln und zu beraten.

Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim beteiligt sich an der externen Überwachung „Aktion Saubere Hände“ und nimmt zusätzlich am „Frankfurter Netzwerk zur Vermeidung von nosokomialen Infektionen“ teil.

Alle erhobenen Daten werten wir kontinuierlich aus und erhalten dadurch direkte Rückmeldungen, die wir in notwendigen Maßnahmen umsetzen.