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Pressemitteilungen/News

Arthrose-Forscher zu Gast im Friedrichsheim16. Februar 2018

Interdisziplinärer Workshop zur Arthroseforschung

Frankfurt – Im Januar fand an der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim der erste Workshop der Deutschen Initiative Arthroseforschung statt. Die Initiative wird von Frau Prof. Dr. Süssmuth als Schirmherrin unterstützt. Der Workshop wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) gefördert und vor Ort von der ärztlichen Direktorin der Universitätsklinik Frau Prof. Dr. Andrea Meurer und dem Forschungsleiter Herrn Prof. Dr. Frank Zaucke organisiert.

Hauptziel der Deutschen Initiative Arthroseforschung ist die Optimierung der orthopädischen Versorgung durch bessere Bildung und Forschung. Aus diesem Grund trafen sich mehr als 50 Teilnehmer aus verschiedenen Kliniken und Instituten in ganz Deutschland sowie einige Vertreter der Firmen Merck und Otto Bock zu einem zweitägigen Workshop in Frankfurt. In mehr als 20 Vorträgen stellten Wissenschaftler und Kliniker ihre aktuellen Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Arthrose vor. Besonderer Wert wurde in der Programmgestaltung auf die Interdisziplinarität gelegt, um das Thema Arthrose aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten.

Am ersten Tag berichteten Grundlagenforscher über molekulare und zelluläre Veränderungen im Verlauf der Arthrose wie z.B. über die Rolle entzündlicher Prozesse, des Immunsystems und der Interaktion der unterschiedlichen Gewebe im Gelenk. Des Weiteren wurden verschiedene Gewebekultur- und Tiermodelle vorgestellt, in denen die Arthrose nachgestellt und neue Behandlungskonzepte getestet werden können. Einige Vorträge widmeten sich dabei der Übertragung von Forschungsergebnissen hin zu einer möglichen klinischen Anwendung. Am zweiten Tag stand die patientennahe Forschung im Mittelpunkt. Besonders beeindruckend war hierbei ein bildgebendes Verfahren, mit dem Veränderungen im zentralen Nervensystem sichtbar gemacht werden können, die zum Teil mit der Schmerzempfindung der Patienten korrelieren. Zudem wurde über die Rolle des sogenannten nozizeptiven Nervensystems bei Arthrose sowie über den Einfluss anderer Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus, auf Veränderungen im Kniegelenk berichtet. Die Suche nach geeigneten Biomarkern und Prädiktoren waren ebenso Thema wie die Entwicklung eines verbesserten Scores zur Klassifizierung der Arthrose. Betrachtungen zur Biomechanik und der Entwicklung orthetischer Hilfsmittel rundeten das Programm ab.

Neben dem wissenschaftlichen Programm bestand für die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, ihre Erfahrungen auszutauschen und die Zukunftsperspektiven der Arthroseforschung zu diskutieren. Im Nachgang an die gelungene Veranstaltung werden die Teilnehmer versuchen, konkrete Projektideen und miteinander Synergien zu entwickeln, um Geldgeber mit themenübergreifenden und innovativen Ansätzen zu überzeugen. Die Deutsche Initiative Arthroseforschung bietet dabei Hilfestellung an, da sie die Voraussetzungen für eine zielgerichtete innovative Forschung schaffen und Wissenschaftler bei der Antragstellung für größere Forschungsverbünde unterstützen will. Die DGOOC hat sich erfreulicherweise bereiterklärt, eine Anschubfinanzierung ausgewählter Projekte zur Verfügung zu stellen, um die Arthroseforschung schneller voranzubringen. Aufgrund der sehr positiven Resonanz soll spätestens im nächsten Jahr ein zweiter Workshop stattfinden, bei dem auch weitere Themenbereiche wie z.B. Prävention, Rehabilitation und Versorgungsforschung integriert werden sollen.

Forschungsleiter Herrn Prof. Dr. Frank Zaucke begrüßt zum Auftakt die Teilnehmer beim ersten Workshop zur Arthrose

Forschungsleiter Herrn Prof. Dr. Frank Zaucke begrüßt zum Auftakt die Teilnehmer beim ersten Workshop zur Arthrose
Foto: Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim

Mehr als 50 Teilnehmer aus verschiedenen Kliniken, Instituten und Firmen trafen sich zum interdisziplinären Austausch

Mehr als 50 Teilnehmer aus verschiedenen Kliniken, Instituten und Firmen trafen sich zum interdisziplinären Austausch
Foto: Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim

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