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Pressemappe

„Innovationsmotor“ für neue Therapiekonzepte in der Orthopädie

Von neuen Techniken in der Endoprothetik und Wirbelsäulenorthopädie bis hin zu neuen Strategien in der Arthrose-Forschung: Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim gilt seit Jahren als eine der besten Therapieeinrichtungen für Orthopädie in Deutschland. Mit innovativen neuen Behandlungskonzepten will die Frankfurter Klinik auch in Zukunft bei der Therapie von Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates Schrittmacher bleiben.

 

Weit über 600 Patienten werden im EndoProthetik-Zentrum der Klinik Friedrichsheim im Laufe eines Jahres mit defekten Gelenken operiert. Die Orthopädische Universitätsklinik verfügt aktuell über rund 110 Betten. 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen jährlich rund 5.000 stationäre und mehr als 20.000 ambulante Patienten im Alter von 0 bis 100 Jahren.

Professor Dr. Andrea Meurer, seit 2010 Ärztliche Direktorin und seit 2012 Geschäftsführerin der Klinik, zählt laut der aktuellen Ärztebewertung des Magazins Focus zu den führenden 50 Spezialisten für Hüftgelenk-Endoprothetik und Kinderorthopädie in Deutschland. Sie ist darüber hinaus auch auf Endoprothetik des Kniegelenkes und die komplexe Revisionsendoprothetik von Hüfte und Knie spezialisiert. Die Klinik Friedrichsheim ist im deutschlandweiten Focus Klinik-Vergleich zudem auf nationaler Ebene und regional für Hessen als Top-Klinik bewertet.

 

Neue Strategien, neue Therapien

Im Vergleich mit den besten Krankenhäusern Deutschlands wird die Klinik Friedrichsheim vom Magazin Focus hinsichtlich Ausstattung, der interdisziplinären Ausrichtung, beim Hygiene- und beim Pflegestandard seit Jahren mit Bestnoten bewertet.  Im Wirbelsäulenzentrum werden pro Jahr mehr als 2.000 Patienten individuell und im Falle von Tumor- und Infektionskrankheiten der Wirbelsäule interdisziplinär behandelt. „Wir wollen diese Führungsposition in Frankfurt und auch überregional auch durch den Einsatz neuer Therapieverfahren in Zukunft noch weiter ausbauen“, sagt Professor Meurer.

 

Kompetenzzentrum für minimalinvasive Operationen

Mehr als 100 Jahre nach ihrer Gründung gilt die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim heute als eines der europaweit führenden Zentren für minimalinvasive Hüftgelenksoperationen. Die mikroinvasiven Operationstechniken helfen Betroffenen, nach dem Einsetzen künstlicher Hüft- oder Kniegelenke schneller wieder mobil zu werden. Patienten sind in aller Regel direkt nach der Operation schmerzfrei. Sie können in den meisten Fällen bereits am OP-Tag oder am ersten Tag nach dem Eingriff aufstehen und nach sechs bis acht Tagen, gestützt durch Gehhilfen, wieder Treppen steigen.

 

Kinderorthopädie: Klinikaufenthalte möglichst vermeiden

Mit den Therapiegrundsätzen „ambulant vor stationär“ und „rechtzeitig behandeln, Operationen möglichst vermeiden“ geht die Klinik auch in der Kinderorthopädie erfolgreich eigene Wege. Mit jährlich über 5.000 ambulanten und stationären Patientenbesuchen unter 19 Jahren zählt die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim mittlerweile zu den führenden kinderorthopädischen Kliniken in Hessen. Wichtigste Behandlungsfelder sind die Korrektur von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsorganes sowie von Fehlstellungen im Bereich der Arme, Beine und der Wirbelsäule im Säuglingsalter bis zum Ende der Pubertät. Das Konzept zur Vermeidung eines stationären Klinikaufenthaltes bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern entlastet Kinder wie Eltern gleichermaßen.

 

Forschungszentrum Arthrose: Praxisnahe Forschung

Mit dem 2017 gegründeten Forschungszentrum für Arthrose bringt die Orthopädische Universitätsklinik neue Dynamik in die Entwicklung von zukunftsweisenden Behandlungskonzepten für diese Volkskrankheit. In dem Zentrum sollen in den nächsten Jahren - gestützt auf die Nähe zu den Patienten und den Erfahrungen aus dem Klinikalltag - neue Therapien gegen Arthrose entwickelt werden. „Diese enge Zusammenspiel von Forschung und Klinikbetrieb ist in Deutschland im Bereich der Arthrose-Forschung bisher einmalig“, sagt Professor Franz Zaucke, Leiter des Projekts.

 

Fakten, Zahlen

Zahl der Betten:                   110 Betten

Zahl der Mitarbeiter:             270

Davon Ärzte:                         45

Zahl der Patienten:               5.000 stationär

                                             20.000 ambulant

Alter der Patienten:              0 bis 100 Jahre

 

Träger der Klinik

Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim gGmbH

 

Luftaufnahme aus dem Jahr 2002

Die wichtigsten medizinischen Fachbereiche

Die wichtigsten medizinischen Fachbereiche

EndoProthetikZentrum

Die Endoprothetik befasst sich mit dem künstlichen Gelenkersatz. In dem zertifizierten Fachzentrum für künstlichen Gelenkersatz, seit 2012 als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet, werden Prothesen für nahezu alle Körpergelenke implantiert. Die Bündelung von interdisziplinärem Fachwissen garantiert den jährlich rund 800 Empfängern neuer Hüft-, Knie, Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenke eine Behandlung auf höchstem Niveau. Das gilt auch für Wechseloperationen von gelockerten oder infizierten Endoprothesen. Spezialgebiet des EndoProthetikZentrums ist das Einsetzen von Gelenkersatz bei Patienten mit anatomischen Besonderheiten, zum Beispiel durch Unfälle oder Voroperationen.

Zur Diagnose verfügt das Zentrum über eine hochmoderne Technik, unter anderem ein digitales EOS-Röntgengerät, mit dem 3D-Aufnahmen des Skeletts im Rahmen der Diagnostik und Operationsplanung erstellt werden können, hinzu kommt ein digitales Röntgengerät, ein Magnetresonanztomograph (MRT) sowie Computertomographen (CT).

 

Wirbelsäulenorthopädie

Das Behandlungsspektrum des Wirbelsäulenzentrums umfasst die gesamte Wirbelsäule, inklusive des Beckenbereiches. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die konservative (nicht-operative) multimodale Schmerztherapie über minimalinvasive Infiltrations- sowie Katheter-Techniken bis hin zu dem gesamten Spektrum der minimalinvasiven und offenen chirurgischen Verfahren.

Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim ist Schwerpunktklinik zur Behandlung von verschleißbedingten Erkrankungen (Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Skoliose) vor allem auch kindliche Erkrankungen (idiopathische und strukturelle Skoliosen, Kyphosen (Morbus Scheuermann) und Spondylolisthesen).

Pro Jahr werden mehr als 2.000 Patienten individuell – und im Falle von Tumor- und Infektionskrankheiten der Wirbelsäule interdisziplinär – behandelt. Die Klinik verfügt über modernste diagnostische Möglichkeiten sowie über hochmoderne Operationssäle. Sie sind mit variabler Röntgentechnik, Navigation und intraoperativem Neuromonitoring ausgerüstet.

 

Kinderorthopädie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Für die jungen Patientinnen und Patienten gelten andere Regeln und kommen andere Therapien zum Einsatz als bei erwachsenen Patienten. Die Therapiekonzepte der Klinik sind darauf ausgerichtet. Die Früherkennung und Prophylaxe von Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates insbesondere im Kindes- und Jugendalter zählt dabei zu den Behandlungsschwerpunkten, auch um Folgeschäden zu reduzieren oder am besten zu verhindern.

 

Tumororthopädie

Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim ist Teil des UCT (Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt). Das UCT ist von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum eingestuft und ist ein zertifiziertes Onkologisches Zentrum der Deutschen Krebsgesellschaft.

 

Schulter-/Sportorthopädie

Das Ärzte- und Therapeutenteam der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim ist auf die Behandlung von Verletzungen und Veränderungen an Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Knie und Sprunggelenk spezialisiert. Im Fokus stehen sowohl akute Verletzungen von Freizeit- und Profisportlern, als auch verschleißbedingte Veränderungen. Schwerpunkt des Behandlungsangebots ist dabei auch die arthroskopische bzw. minimalinvasive Versorgung dieser Verletzungen und Veränderungen.

 

Fußchirurgie

Beschwerden im Bereich der Füße und Sprunggelenke führen oft zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität und der Mobilität im Alltag, Beruf und beim Sport. Mit chirurgischen Eingriffen am Fuß kann in vielen Fällen eine schmerzfreie Belastbarkeit des Fußes wiedergewonnen werden. Die Ärzte  in der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim setzen dafür unterschiedlichste innovative Behandlungsmethoden ein: von physiotherapeutischen Maßnahmen, Arthroskopien zum Beispiel bei Sprunggelenkserkrankungen bis hin zu komplexen chirurgischen Eingriffen, z.B. der Neuausrichtung der Fußknochen etwa bei Fehlstellungen des Fußes (z.B. Hallux valgus), oder dem Einsatz körpereigener Transplantate bei Sehnenriss.

 

Forschungszentrum für Arthrose

Die Einrichtung des Forschungsbereichs für Arthrose an der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim wurde im Jahr 2016 durch das großzügige Engagement der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung ermöglicht.

Schwerpunkte des Forschungsbereiches sind:

  • die Rolle extrazellulärer Knorpelmatrixproteine bei der   Arthroseinitiation und -progression
  • zelluläre Grundlagen der Arthroseinitiation und
    -progression
  • Optimierung von Zell-Matrix Interaktionen zur Verbesserung der Regenerationskapazität
  • Tiermodelle zur Untersuchung der Arthroseinitiation und -progression
  • Untersuchungen an Patientenbiopsien und Anlegen einer Probenbank

 

Schule für Physiotherapie Friedrichsheim

  • Die der Klinik angegliederte Schule für Physiotherapie Friedrichsheim ist die drittälteste Schule für Physiotherapie in Deutschland. Sie gilt als „Wiege“ der Physiotherapieausbildung in Hessen und ist eine der größten Schulen ihrer Art.
  • Die Ausbildung an der Schule für Physiotherapie mit ihren rund 120 Schülern beträgt drei Jahre und ist in Semester gegliedert. Der gesetzlich geregelte Stundenumfang beträgt insgesamt 4.500 Stunden. Davon entfallen auf den theoretischen und praktischen Unterricht 2.900 Stunden, sowie 1.600 Stunden für die praktische Ausbildung am Patienten.
  • Die Ausbildung endet mit einem Staatsexamen für
    dann „staatlich anerkannte/r Physiotherapeutin/ Physiotherapeut“.
  • Die Ausbildung ist kostenlos, lediglich das Lehrmaterial ist von den Absolventen selbst bereitzustellen.

Geschichte der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim

Den Grundstein zum Bau der Orthopädischen Universitätsklinik legte 1909 der „Verein für Krüppelfürsorge“. Die Gründer und Träger des Vereins wollten „Verkrüppelten“ mit chirurgisch-orthopädischer Hilfe, Schulung und handwerklicher Ausbildung das Leben erleichtern.

Fünf Jahre später, am 17. Oktober 1914, ging die Klinik „Friedrichsheim“ am heutigen Klinikstandort Marienburgstraße 2 mit damals 100 Betten zunächst als Reservelazarett in Betrieb. Namensgeber war Friedrich König, Ehemann der Klinik-Stifterin Elisabeth König.

1914 wurde der Klinik durch die Universität Frankfurt der Titel „Orthopädische Universitätsklinik“ verliehen. Seit diesem Zeitpunkt nutzt die Universität Frankfurt die medizinische Kompetenz der Klinik, ihrer Ärzte und das Leistungspotenzial ihrer Einrichtungen.

1974 wurde der Trägerverein in eine Stiftung umgewandelt. Das medizinische Angebot wurde um ein Zentrum für Sauerstoffüberdruckmedizin und Tauchmedizin, eine rheumatologische Tagesklinik sowie eine Schule für Physiotherapie erweitert.

2007 übernahm die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim gGmbH die Trägerschaft für die Klinik und die Schule für Physiotherapie. Die Gesellschafter sind die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (6 Prozent) und das Universitätsklinikum Frankfurt (94 Prozent).

Seit 2010 entwickelte sich die Klinik systematisch vom regionalen Behandlungszentrum für orthopädische Erkrankungen zu einer der renommiertesten und leistungsfähigsten Kliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie in Europa – heute mit Patienten aus aller Welt.

Dorothea Liesenberg

Dorothea Liesenberg, M.A.
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